Viscerale Therapie

Organe besitzen eine seröse Oberfläche, welche Beweglichkeit zwischen den Organen ermöglicht. Fixierung finden Organe über Faszien, Bänder und Bindegewebe. Im Bereich der Viszera (Organe) findet man das Prinzip der Biomechanik wieder. Die Organe des Brust- und Bauchraums dürfen hinsichtlich der zwischen ihnen stattfindenden Bewegungen als innere Gelenkkette des Torsos verstanden werden. Viszerale Mobilität ergibt sich aus Bewegungen, ausgelöst durch Kontraktion und Entspannung vom Zwerchfell, vom knöchernen Bewegungsapparat, willkürlichen Bewegungen. Aus einer Atemfrequenz von 16 Atemzyklen pro Minute ergeben sich 23 040 Absenkungen der Zwerchfellkuppeln am Tag, welche Herz, Lunge, Magen, Leber und Darm in Bewegung setzen.
Bei der Motilität spricht man von der Eigenbewegung der Organe. So kann sich z.B. der Darm eigenständig in Bewegung setzen um Nahrung zu befördern. Störungen in der Beweglichkeit, Fixierungen durch Narben können zu Bewegungseinbuße der Organe führen, damit die Funktion des Organs einschränken. Angrenzende Organe oder Gelenkabschnitte können „blockiert“ werden. Mit gezielten Techniken kann die Beweglichkeit wiederhergestellt werden und eine Besserung in der Funktion erreicht werden.

<< zurück